Liebe Flow-Follower,
wenn ich nach den Sommerferien auf die zwei Wochen Malretreat auf Rhodos zurückblicke, bin ich vor allem von drei Dingen erfüllt: Dankbarkeit, Inspiration und einem tiefen Gefühl von Sicherheit.
Ich weiß jetzt, was ich malen möchte. Und vielleicht ist genau das das größte Geschenk, das ich von dieser Reise mitgebracht habe.
Zwei Wochen Rhodos, raus aus meinem Alltag. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus den USA, Kanada, Schweden, Irland und Australien. Menschen, die ich nicht kannte, deren Muttersprache nicht meine ist, mit denen ich mich intensiv über etwas austauschen wollte, das mir so viel bedeutet: meine Kunst.
Natürlich kamen im Vorfeld Zweifel auf. Werde ich sprachlich zurechtkommen? Kann ich als Künstlerin mithalten? Werde ich dort wirklich etwas lernen, das mich weiterbringt?
Diese Reise würde mich weit aus meiner Komfortzone führen. Und trotzdem wurde mir mit jedem Tag vor der Abreise klarer: Genau deshalb möchte ich gehen.


Ich habe zugehört, neu gelernt, ausprobiert, verworfen und wieder angefangen. Ich habe Techniken und Herangehensweisen hinterfragt und mich neuen Inspirationen geöffnet.
Ich bin durch englische Gespräche gestolpert und habe gemerkt, dass echte Verbundenheit keine perfekte Sprache braucht.
Und ich habe meine Kunst offener und verletzlicher gezeigt als je zuvor. Ich habe über sie gesprochen, Fragen zugelassen, Zweifel geteilt – und mir erlaubt, wirklich gesehen zu werden.
Das hat etwas verändert.

Ich bin aus Rhodos zurückgekommen mit einem weiteren Blick, neuen Freundschaften, sehr viel Lust aufs Malen und vor allem mit neuem Vertrauen in meinen eigenen Weg.
Dabei wurde mir etwas bewusst, das die Menschen in meinem vertrauten Umfeld genauso verbindet wie all jene, die ich auf Rhodos aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt kennengelernt habe: die Sehnsucht, frei zu sein. Innerlich frei. Vielleicht ist sie eines der zutiefst menschlichen Themen, die uns alle begleiten.
Und genau das möchte ich malen.
Menschen. Figuren. Momente, in denen etwas von dieser inneren Freiheit spürbar wird oder vielleicht auch nur die Sehnsucht danach.
Ich möchte Bilder schaffen, die das nicht erklären müssen. Die etwas offenlassen. Und in denen man vielleicht etwas von sich selbst wiederfindet.
So zieht es mich jetzt voller Schaffensfreude zurück ins Atelier.
Die Zeit auf Rhodos, die Gespräche, Freundschaften und all die Inspiration haben Spuren hinterlassen.
Jetzt dürfen diese Spuren auf die Leinwand:

Herzliche Grüße aus dem Atelier,
Henni
P.S. Auf Instagram nehme ich euch wieder mit hinter die Kulissen und zeige dort, wie die neuen Arbeiten entstehen: LINK

